Haller Gesprächsstoff – Kapitel 3.5: Ancient Red Gum

30.000 Jahre.

Lass das kurz sacken.

Während der Mensch die ersten Höhlenmalereien an Wände zeichnete, lag dieses Holz bereits in einem australischen Fluss. Als die Pyramiden gebaut wurden — lag es dort. Als das Römische Reich aufstieg und fiel — lag es dort. Durch Eiszeiten, durch Jahrtausende, durch die gesamte bekannte Menschheitsgeschichte hindurch — lag dieses Holz still in einem Fluss in Australien.

Und jetzt ist es in einem Gin aus Schwäbisch Hall.


Der Baum — Eucalyptus camaldulensis

Der Ancient Red Gum — Eucalyptus camaldulensis — ist einer der ikonischsten Bäume Australiens. Er wächst an Flussufern, wurzelt tief, wird uralt. Sein Holz ist dicht, sein Harz intensiv, sein Charakter unverwechselbar.

Dieser besondere Stamm wurde irgendwann vor 30.000 Jahren vom Fluss aufgenommen — und über Jahrtausende konserviert, durchdrungen, verwandelt. Bis der Fluss ihn irgendwann wieder freigab.


Pete und die Stimme der Bäume

In der Region Ngarabul-Gumbaynggirr of Barrigirrbay in Australien lebt und arbeitet Pete von curlytimbers — ein Mann, der Bäume nicht nur verarbeitet, sondern versteht. Sein Motto sagt alles: „Call well to my hand sing the trees.”

Pete ist derjenige, der dieses außergewöhnliche Holz entdeckt, geborgen und verfügbar gemacht hat. Mit 15.900 Followern auf Instagram ist er in der Welt der seltenen Hölzer kein Unbekannter — aber was er macht, ist weit mehr als ein Hobby. Es ist eine Berufung.


Wie dieses Holz nach Schwäbisch Hall kam

Die Geschichte beginnt — wie so vieles bei Kapitel 3 — mit unserem Nachbar Michi, dem Geigenbauer.

Nachdem wir gemeinsam die Mooreiche entwickelt hatten, kam Michi ein paar Tage später von sich aus auf uns zu. Er hatte eine Idee. Ein Holz, das noch seltener sei, noch außergewöhnlicher — und das sich seiner Meinung nach noch besser mit dem Wacholder vermählen würde.

Er hatte über Pete von curlytimbers vom Ancient Red Gum erfahren — und wusste sofort: Das gehört in diesen Gin.

Michi folgt Pete auf Instagram. Zwei Menschen auf verschiedenen Seiten der Welt, verbunden durch die Liebe zu außergewöhnlichem Holz. Und jetzt verbunden durch eine Flasche Gin aus Schwäbisch Hall.


Was der Ancient Red Gum mit dem Gin macht

Der Wacholder steht, wie immer, klar und dominant im Vordergrund — das ist unser Versprechen bei jedem Kapitel des Haller Gesprächsstoffs. Aber was ihn hier umhüllt, ist etwas, das es so noch nie gegeben hat.

Der Ancient Red Gum bringt eine tiefe, harzige Wärme in den Gin. Eukalyptus-Aromen, die nicht medizinisch wirken, sondern wie ein warmer australischer Abend am Fluss. Eine mineralische Tiefe, die von 30.000 Jahren Flusseinlagerung erzählt. Und eine Komplexität, die sich im Glas langsam entfaltet — Schicht für Schicht, Jahrtausend für Jahrtausend.

42 % Alkohol. 500 ml. Abgefüllt in Schwäbisch Hall.


Was bedeutet es, diesen Gin zu trinken?

Es bedeutet, etwas in der Hand zu halten, das es so kein zweites Mal gibt.

Nicht wegen des Marketings. Nicht wegen der Zahlen. Sondern weil dieses Holz eine Reise hinter sich hat, die kein Mensch je vollständig nachvollziehen kann. Weil Pete in Australien, Michi in Schwäbisch Hall und wir bei Artsequence-Spirits alle Teil einer Kette sind, die vor 30.000 Jahren begann — ohne es zu wissen.

Das ist kein Gin. Das ist ein Moment in der Geschichte.

Gesprächsstoff eben.


Erhältlich bei Artsequence-Spirits in Schwäbisch Hall — direkt im Laden oder auf Anfrage.

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